Gods and Monsters
(Gods and Monsters, 1998)
 

 
Kinowelt Home Entertainment
Drama,

101min, FSK 12, DVD-9, Widescreen, 2.35:1 (anamorph), PAL, EAN: 4006680018140

Wertung und Kurzfazit
 
Film (5/5) - Bild (4/5) - Ton (3/5) - Features (3/5) - Fazit (4/5)


 
Review von Martin Grochholski ()

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„Gods and Monsters“ kommt wahlweise mit deutschem DD4.0 Dolby Surround-Ton oder englischem DD2.0 Stereo-Ton daher. Und um es gleich vorweg zu nehmen: wirklich gravierend unterscheiden sich die Tonspuren nicht.
Während der gesamte Film im Englischen deutlich mehr auf die Dialoge fokussiert (wie es sich für einen dialoglastigen Erzählfilm nun mal auch gehört), darf sich insbesondere die sanfte, aber feine Filmmusik im Deutschen merklich breiter ausdehnen. Und während es im Englischen „hintenrum“ prinzipbedingt nun mal nichts zu Hören gibt, darf man sich im Deutschen durchaus auf die eine oder andere, kleine und monotone (im akustischen Sinne) Einlage freuen. Ein Gewitter grummelt dann mal, ein Regenguss rauscht und der Hauch eines Halles in pompösen Empfangshallen ist vernehmbar. Dennoch: trotz testweise extrem hochgedrehter Rears mochte ein wirklicher Surroundeindruck nicht unbedingt aufkommen – eine anteilig nach hinten verlegte Filmmusik allein genügt dafür nicht.
Aber wollen wir uns mal nicht beschweren: wo auch immer die zusätzlichen Klanganteile herkommen mögen, einen Vorwurf kann man den Kinowelt-Technikern definitiv nicht machen. Was hier erklingt, erklingt zwar spärlich, aber nie unnatürlich hochgemixt und da der Film im Originalton nun mal in Stereo vorliegt, scheint auch gar nicht mehr an wirklich nutzbarer Klangmasse vorhanden gewesen zu sein. Übrigens: die „International Movie Database“ gibt an, das „Gods in Monsters“ schlicht in „Dolby“ gedreht wurde; das lässt zwar offen, ob damit nun in der Tat Dolby Stereo oder nicht vielleicht doch Dolby Surround gemeint ist, alle Anzeichen deuten aber letztlich auf eine „nur“ stereophone 2-Kanal-Aufzeichnung hin.
Im Gegensatz zur englischen Tonspur wirkt die deutsche insgesamt aber aus einem ganz anderen Grund viel angenehmer: die Dialoge scheinen im O-Ton „direkt ab Körper“ abgenommen worden zu sein; jedenfalls klingt das Ganze doch desöfteren recht überladen durch raschelnde Kleidungsstücke oder unmerkliches Rauschen im Hintergrund. Die deutsche Tonspur dagegen bietet sehr viel natürlichere und vor allem nicht so extrem „nah“ wirkende Dialoge – und die Synchronsprecher haben sich auch kräftig in´s Zeug gelegt, wenn auch Ian McKellen im Original einfach einen unvergleichlich höheren Charme ausübt. Aber dies einem Synchronsprecher vorzuwerfen, wäre schlichtweg unfair.
Kurzum: wirklich störende Einflüsse gibt es keine und handlungsbedingt liess sich auch nicht sehr viel mehr, als letztlich vernommen werden kann, aus „Gods and Monsters“ herausholen. Der verbalen und emotionalen Intensität des Filmes wirkt das Fehlen jeglicher Effekthascherei keineswegs entgegen; im Gegenteil: die ausgesprochen intensiv erlebbare „Ruhe“ mag sich hier zwar etwas paradox anlesen, wirkt aber umso entscheidender!
 
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