Gods and Monsters
(Gods and Monsters, 1998)
 

 
Kinowelt Home Entertainment
Drama,

101min, FSK 12, DVD-9, Widescreen, 2.35:1 (anamorph), PAL, EAN: 4006680018140

Wertung und Kurzfazit
 
Film (5/5) - Bild (4/5) - Ton (3/5) - Features (3/5) - Fazit (4/5)


 
Review von Martin Grochholski ()

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„Gods and Monsters“ besticht insbesondere durch seine zahlreichen, höchst gelungenen Bildkompositionen. Kein Ausstattungs-Objekt zuviel, kein optischer Hinweis zu wenig – perfektes Kino in allerfeinster Erzählmanier. Die Wechselbäder zwischen einem sonnigen und materiell sorglosen Leben, aber auch boshaften, schmerzerfüllten oder schlicht verängstigenden Erinnerungen und Visionen machen den ganz besonderen Reiz des Filmes aus.
Und die DVD müht sich redlich, dem auch gerecht zu werden. Neben einer Handvoll kleinerer Auffälligkeiten sind es hier insbesondere eine hohe Zahl an Vorzügen, die es ermöglichen, vollständig in den Film einzutauchen. Dennoch: einige der festgestellten Mängel bleiben offen und es wäre sehr viel schöner gewesen, nicht darüber berichten zu müssen!
So brilliert die DVD beispielsweise in 9´00´´ mit einer gestochen scharfen, überaus farbenprächtigen und kontrastreichen Szene, in der Whale und ein höchst unangenehmer Reporter sich auf eine verbale Konfrontation einlassen. Die üppigen Blumenbeete wirken hier so prächtig, das man ihren Duft beinahe schon riechen kann. Zugleich wirkt das Bild aber minimal überlagert durch einen ganz feinen und sehr regelmässigen Pixelschleier, der den Film über die gesamte Spieldauer hinweg begleiten soll. Dabei ist die flächendeckende Musterung jedoch so gleichverteilt ausgefallen, das von einer wirklichen Störung nicht gesprochen werden kann – es fällt dennoch im Vergleich zu anderen, „aalglatten“ DVDs auf.
Sehr viel unangenehmer dann ein anderes Detail, welches man zwar zunächst bewusst oder per Zufall entdecken muss, dann jedoch so leicht nicht mehr los wird: an verschiedenen Stellen im Film zittert das Bild minimal nach links und rechts. Hat man es erst einmal ausgemacht, wird man´s leider so schnell in der Tat nicht mehr los. Ganz besonders gravierend hier beispielsweise eine Szene in 56´10´´, in der Boone in einer Telefonzelle sieht. Über seiner rechten Schulter können wir einen tragenden Pfeiler der Zelle ausmachen – und der zittert fein, aber vernehmlich hin und her.
Und auch ein weiterer Bild-Aspekt bereitet der DVD hin und wieder Probleme: fällt das allgemeine Rauschverhalten insgesamt zwar doch sehr gut aus, können wir spätestens in 75´09´´ deutliche Quantisierungs-Effekte ausmachen; hier reduzieren sich Farbverläufe an der Decke oder Wänden, die kraft der Beleuchtung eigentlich sanft und diffus ausfallen müssten, auf lediglich eine Handvoll deutlich voneinander unterscheidbarer Farben, so dass wir gezielt pixelige Flächenstrukturen ausmachen können. Wirklich unangenehm fällt dies jedoch glücklicherweise nicht aus – unüblich bleibt´s jedoch allemal.
Auf der „Haben-Seite“ verbucht die DVD dann aber eine ausgezeichnete Schärfe und einen nahezu perfekten Kontrast. „Übersprechen“ in irgendeine Richtung gibt´s hier zu keiner Zeit. Die in zwei, drei Kameraeinstellungen auffallenden Helligkeitsunterschiede wirken so beispielsweise nicht digital-, sondern tatsächlich beleuchtungsmotiviert.
 
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