
21 Grams (21 Grams, 2003)

Abenteuer,
 125min, , , Letterbox, , PAL, EAN: 06593520282 |
Bodycheck: so denkt das DVD Center-Team über diesen Film!
| | , 06.10.2004 Naomi Watts, Benicio del Toro und Sean Penn belegen in "21 Gramm" eindrucksvoll, wozu Weltklasse-Schauspieler in der Lage sind. Nun: was man von Sean Penn zu halten hat, sollte ohnehin klar sein. Benicio del Toro aber unterstreicht mit seinem Auftritt im Film nur, was wir von ihm in der Zukunft wohl noch zu erwarten haben. Und der nahezu exzessive Seelenstrip von Naomi Watts ist mit ihrer Darbietung in "The Ring" nun wahrlich nicht mehr zu vergleichen. Sagenhaft, was hier an Schauspielkunst geboten wird; noch dazu, ohne dass man die einzelnen Leistungen als "Schauspiel" bezeichnen könnte, wenn man durch jede einzelne Szene des Films hindurch geführt worden ist. "21 Gramm", das ist eine anspruchsvolle Aufgabe an Hirn und Herz, ein auf nahezu gemeine Weise nicht-linearer Ansatz, dem Sinn des Lebens, der Bedeutung des Schicksals und der Wertigkeit von Taten auf die Spur zu kommen. Dabei tritt der Film auf unvergleichliche Weise auf: er wertet nicht, leitet nicht an und überlässt es auch sonst dem Zuschauer, zu eigenen Schlüssen und Interpretationen zu kommen. Die erzählerische und vor allem emotionale Dichte des Films bewegt sich durchweg haarscharf an der Grenze des noch Erträglichen; der reale Charakter spürbar werdender Emotionen erschlägt und verschlägt den Atem. Und wenn am Ende das gesamte Puzzlespiel, welches sich durch die Verwebung des Lebens und der Taten von immerhin drei völlig voneinander verschiedenen Menschen erklärt, zusammen gefügt ist, dann ist der Zuschauer zwar am Ende des Films angelangt, damit aber eigentlich nur am Anfang des eigenen Denkens und Überlegens. "21 Gramm" – eine große und schwierige Herausforderung, in jedem Fall aber ein unheimlich unter die Haut gehender und Aufgaben stellender Film! | | | | Film 5 |  |
| | , 28.03.2005 Es ist nicht einfach, diesem Film in wenigen Worten gerecht zu werden. Ich versuche es dennoch. Die Bezeichnung "Meisterwerk" wird heutzutage im Filmgeschäft geradezu inflationär verwendet, um so schwieriger ist es daher, die Spreu vom Weizen zu trennen und die wahren Meisterwerke aus der Masse hervorstechen zu lassen. 21 Gramm ist so ein Meisterwerk, das diesen Titel wirklich verdient hat. 21 Gramm konfrontiert den Zuschauer mit gnadenlosen, schonungslosen, schnörkellosen Bildern mit nahezu dokumentarischem Charakter, hervorragenden Schauspielern, sowie einer bewegenden, aber doch einfachen Geschichte, die ihre ganze Wucht erst im Verlauf des Films offenbart. Was zu Anfang noch völlig zusammenhanglos erscheint, bekommt mit fortlaufender Handlungsdauer einen Sinn und man kann die verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen zuordnen, die auf den ersten Blick willkürlich aneinandergeschnitten zu sein scheinen. Dieser Film fordert einen konzentrierten Zuschauer. 21 Gramm ist kein Film für Zwischendurch. Konzentration auf das Geschehen auf der Leinwand ist sowohl für den Film, als auch für das Thema von entscheidender Bedeutung. Lässt man sich auf den Film ein, zieht er einen schon nach kurzer Zeit in seinen Bann - man ist vollkommen in der Geschichte gefangen und leidet mit den Charakteren mit. Sowohl Sean Penn als auch Benicio Del Toro spielen herausragend und verschmelzen mit ihren Charakteren. Geradezu sprachlos gemacht hat mich jedoch die Leistung von Naomi Watts. Was diese Frau an Energie und Überzeugungskraft auf die Leinwand bringt, ist schier unglaublich. So ein intensives, emotionales Spiel ist mir lange nicht mehr untergekommen. Eine schauspielerische Glanzleistung, die durchaus einen Oscar verdient gehabt hätte. 21 Gramm - ein Film über das Schicksal dreier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber doch durch tragische Ereignisse miteinander verbunden sind. Tod, Trauer, Verzweiflung und Hoffnung sind die zentralen Themen dieses Dramas. Wer sich darauf einlässt wird letztendlich belohnt, denn wie bei einem Puzzle fügen sich am Ende die verschiedenen Zeit- und Handlungsstränge zu einem Großen Ganzen zusammen und geben den Blick frei auf ein filmisches Kunstwerk, ja auf ein Meisterwerk. | | | | Film 5 |  |
| | , 27.10.2004 Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu hat hier einen Film abgeliefert, für den man sich nicht nur Zeit nehmen muss, sondern der einen als Zuschauer sehr fordert. Vielschichtige Erzählebenen und Zeitsprünge machen das Zuschauen ebenso wenig leicht wie die unruhige Kameraführung, die dem Streifen einen dokumentarischen Charakter gibt. Hat man sich jedoch an dieses gewöhnt und sich darauf eingelassen, dann führt einen die absolut erstklassige Darstellerriege um Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro in eine filmische Welt, die absolut faszinierend ist. Wie in "Lantana" verweben sich hier Strukturen im Endeffekt zu einem beeindruckenden Ganzen und lassen einen dann auch nicht mehr los. Für mich ist dies Kino als pure Form der Kunst. Faszinierend. | | | | Film 5 |  |
| | , 29.09.2004 Nach seinem höchst empfehlenswerten "Amores Perros" liefert Regisseur Alejandro González Iñárritu einen weiteren Film mit einer komplexen Handlungsstruktur ab. Aber während in "Amores Perros" die drei nur bedingt zusammenhängenden Geschichten noch nacheinander und liniear erzählt wurden, so bricht er in "21 Gramm" mit allen erzählerischen Konventionen. Die drei Handlungsstränge werden wie eine Art Puzzle erzählt, dass der Zuschauer für sich selbst chronologisch zu ordnen hat und erstmal herausfinden muss, wer mit wem in welcher Beziehung steht und wann was passiert ist. Nach einiger Zeit ordnet sich das erzählerische Chaos, je mehr Informationen an den Zuschauer weitergegeben werden, und der Film entpuppt sich als ein überaus menschliches Drama in dem drei Personen direkt mit dem Tod konfrontiert werden. Paul liegt fast im Sterben, Christina verliert ihre ganze Familie und Jack tötet ungewollt drei Menschen und wird dadurch in seinem religiösen Glauben erschüttert. Sean Penn, Naomi Watts und Benicio Del Toro legen allesamt eine grandiose Leistung hin und wirken überaus überzeugend in ihren Rollen. Ein nicht gerade einfacher, aber dafür um so faszinierenderer Film, der trotz seiner scheinbar unstrukturierten Erzählweise die Charaktere dem Zuschauer näherbringt und ihn mit einer melancholischen Stimmung verabschiedet. Ganz großes Kino, wenn auch nicht für jedermann! | | | | Film 5 |  |
Bodycheck: so denken unsere Besucher über diesen Film!
| | , 28.09.2004 "21 Gramm" ist ein intensiver Film über das Leben und über die Frage, wie man mit einem Schicksalsschlag umgehen kann, ohne sich in Drogen zu verlieren oder gleich ganz aufzugeben. Was macht das Leben letztlich eigentlich aus? Was ist die Essenz des ganzen Chaos, mit dem wir täglich konfrontiert werden? Die Antwort, die Regisseur Iñárritu gibt, ist schlicht und einfach - und macht dennoch Sinn. Iñárritu versteht es wie bereits in "Amores Perros" authentische Emotionen zu erzeugen. Emotionen, die sich von den Darstellern auf die Zuschauer übertragen und dem Film eine enorme Tiefe verleihen. Die Inszenierung ist stark an "Amores Perros" angelehnt. Schmutzige Bilder, Handkamera, praktisch kein Make-Up - zumindest keins, was die Darsteller hübscher ausschauen lassen würde. Um so mutiger ist daher das Schauspiel von Penn, Del Toro und nicht zuletzt Naomi Watts, die sich als großartige und uneitle Darsteller profilieren. Die Chronologie des Filmes ist frei durcheinandergewürfelt, so dass es seine Zeit braucht, bis man die Zusammenhänge und Verbindungspunkte der drei zunächst getrennten Charaktere versteht. Das Spiel mit der Chronologie ist jedoch sinnvoll eingesetzt und funktioniert nicht minder gut wie bereits in seinem Erstlingswerk. "21 Gramm" ist ohne Zweifel einer der besten Filme des Jahrgangs 2003! | | | | Film 4-5 |  |
| | , 22.08.2004 Dieser Fim ist echt starker Tobak. Die drei Hauptpersonen geraten immer tiefer in einen unausweichlichen Strudel von Ereignissen. Am Ende wird das Leben aller drei zerstört sein und keiner kann dagegen etwas tun. Das Genze ähnelt darin schon fast einer griechischen Tragödie. Der Film springt dabei zwischen verschiedenen Zeitebenen und den Hauptdarstellern hin und her. Dadurch ist es zunächst schwierig der Handlung zu folgen aber man bekommt schließlich jede Wendung viel besser mit. Viel wichtiger als die Handlung ist jedoch die Leistung der drei Hauptdarsteller Sean Penn, Benicio del Toro und Naomi Watts. Diese ist unglaublich intensiv. Was hier an Gefühlen gezeigt wird muß man gesehen haben. | | | | Film 5 |  |
|